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Ost Bei
Tettnanger Hochsprunggala siegt Slowakin Melova
Dire Springerinnen aus Osteuropa
machten die Medaillenplätze bei der 4. Auflage der Internationalen Tettnanger
Hochsprunggala unter sich aus: Die für Bayer Leverkusen startende Slowakin Maria Melova
siegte mit übersprungenen 1,92 Metern vor der russischen Juniorenweltmeisterin Julia
Lyakhova, die ebenfalls 1,92 Meter - allerdings erst im dritten Versuch - überflog. Auf
Platz drei kam die Tschechin Barbora Lalakova (1,89m).
Die 500 Zuschauer im
Manzenberstadion kamen auf ihre Kosten, dafür sorgten in erster Linie die in Tettnang
bestens bekannten Maria Melova und Julia Lyakhova. Beide Springerinnen lieferten sich bis
zur Höhe des Stadionrekordes ein packendes Duell. Wobei die Slowakin ökonomisch mit
ihren Sprüngen umgehen musste. Eine Trainingsverletzung im Sprungfuss behandelte die
Athletin zwischen den Versuchen immer wieder mit Eis. Bis zu ihrem Siegessprung über 1,92
Meter - nur einen Zentimeter unter der persönlichen Bestleistung - hatte sie lediglich
fünf Versuche absolviert. "Jetzt muss ich doch noch zum Doktor", meinte die
Siegerin schmunzenlnd, "ich habe gehofft, es geht ohne." Der Russin Lyakhova
merkte man die fehldende Wettkampfpraxis an. Bis 1,86 Meter lief bei ihr alles glatt, doch
für die 1,89 und 1,92 Meter benötigte die attraktive Blondine jeweils drei Versuche.
Der duetsch Nachwuchs mochte da
nicht ganz mithalten. DLV-Nachwuchstrainerin Brigitte Kurschilgen war zwar mit den
Leistungen ihres Schützlinge Katja Schötz (LC Cottbus/1,83), Melanie Skotnik (LAC
Quelle/1,83)und Kathryn Holinski (TV Gladbeck/1,80) nicht ganz unzufrieden, doch einige
Zentimeter mehr hätte sie bei den bestmöglichen Bedingungen in Tettnang doch gerne
gesehen. "Die Mädchen sind halt keine Maschinen und die wichtigen Termine für die
19- und 20-Jährigen folgen nächste Woche mit den deutschen Meisterschaften in Stuttgart
und den Deutschen Jugendmeisterschaften in Braunschweig eine Woche später.
Mehr als zufrieden mit ihrer
Leistung war die einige Württembergerin und gleichzeitig mit 16 Jahren jüngste
Teilnehmerin im Klassefeld Sabine Hellner von der Spvgg Renningen verbesserte sich auf
1,75 Meter.
Eine positive Bilanz zog Karl Fink.
"Teilnehmerfeld und Leistungen zeigen, dass unsere Gala im Frauenhochsprung eine fest
Grösse geworden ist." Doch der umtriebige Tettnanger denkt weiter: "Wir sind
mit weiteren Veranstaltern im Gespräch und wollen ein Cup-Serie mit drei bis fünf
Veranstaltungen installieren. Damit können wir unsere Hochsprung-Gala langfristig
absichern und noch attraktiver gestalten."
Bericht von Günter Kram im
Südkurier, 25.06.2001 |